Psychische Störungen

Inhalt

Störung des Sozialverhaltens

Eine Schlägerei auf dem Schulhof, Schulschwänzen oder absichtliches Feuerlegen: Was zählt zu einer Störung des Sozialverhaltens?

Jugendliche mit einer Störung des Sozialverhaltens fallen durch massive Regelverletzungen auf. Solche Kinder und Jugendliche sind nicht einfach nur frech oder ungehorsam. Sie verhalten sich wiederholt aggressiv, rebellisch, asozial, wenn nicht sogar verbrecherisch. Wer in Kontakt mit ihnen kommt, hat Angst und geht auf Distanz.

Jugendliche missachten gelegentlich Regeln, machen dummes Zeug und sind ungehorsam. Wenn eine Störung des Sozialverhaltens vorliegt, gehen ihre Verstösse jedoch weit darüber hinaus.

Beispiele für eine Störung des Sozialverhaltens sind Streit oder Tyrannei in einem extremen Mass, Grausamkeit gegenüber anderen Personen oder Tieren, erhebliche Zerstörungswut gegenüber Eigentum, Feuerlegen, Stehlen, häufiges Lügen, Schulschwänzen oder Weglaufen von zu Hause, ungewöhnlich häufige und schwere Wutausbrüche und Ungehorsam.

Jede der aufgeführten Verhaltensweisen, die sich über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten zeigt, ist bei deutlicher Ausprägung ausreichend für die Stellung einer Diagnose.

Behandlung

Jugendliche mit einer Störung des Sozialverhaltens müssen in einer Therapie lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat. Dabei kann die Therapie meist nur in einer Klinik erfolgen.

Der Jugendliche muss erkennen, was sein Handeln bewirkt und wie er sein Verhalten ändern kann. Er muss verstehen, dass Konsequenzen nicht willkürlich sind und nicht einfach um zu bestrafen, sondern dass das Zusammenleben in der Gemeinschaft Regeln erfordert, die nicht verletzt werden dürfen.

Nach dem Klinikaufenthalt wird sich eventuell eine Unterbringung in einer Einrichtung der Jugendhilfe nicht vermeiden lassen.

Notfall

Verhält sich ein Jugendlicher wie in diesem Artikel beschrieben und sind Sie als Eltern nicht mehr Chef im eigenen Haus, wird es Zeit, sich Hilfe zu holen.

Als Anlaufstellen sind hier die kantonalen Kinder- und Jugendhilfezentren, die in Google zu finden sind (Beispiel für den Kanton Zug), Kinder- und Jugendpsychiater und bei Angst um Leib und Leben die Polizei zu nennen.

Tipps und Therapievermittlung

Für eine Vertiefung empfehlen wir Ihnen das Buch «Diagnose: Störung des Sozialverhaltens», Psychosozial-Verlag, 2008 und die Internetseite der Universität Leipzig (Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes/Jugendalters).

Adressen von Psychologen/-innen finden Sie auf der FSP-Website und von Psychiatern/-innen auf Psychiatrie.ch.

Patronat
Autor/-in
Felix Schrader
Monika Alessi

Aus der Region für Sie

Hilfsangebote in Ihrer Region

Hilfsangebote in Ihrer Region
Krisen gehören zum Leben. Stress, Veränderungen, schmerzhafte Ereignisse und andere Belastungen können dazu führen, dass Menschen in eine Krise geraten. Betroffene von psychischen Krisen sind oft auch Eltern. Auch psychisch belastete Eltern können gute Eltern sein. Auf psy.ch finden Sie die wichtigsten Informationen zu psychischer Gesundheit und zu Hilfsangeboten.

Fokus

Alkohol

Gut informiert sein

Alkohol

Empfohlene Websites und Broschüren. Adressen und Telefonnummer von Beratungsstellen.

Grenzüberschreitungen

Wenn es so richtig schwierig wird

Grenzüberschreitungen

Wie reagieren bei Regelverletzungen?
Wann braucht es Hilfe von aussen?

Aus der Region für Sie

Hilfsangebote in Ihrer Region

Hilfsangebote in Ihrer Region
Krisen gehören zum Leben. Stress, Veränderungen, schmerzhafte Ereignisse und andere Belastungen können dazu führen, dass Menschen in eine Krise geraten. Betroffene von psychischen Krisen sind oft auch Eltern. Auch psychisch belastete Eltern können gute Eltern sein. Auf psy.ch finden Sie die wichtigsten Informationen zu psychischer Gesundheit und zu Hilfsangeboten.

Fokus

Im Dialog bleiben

Wie spreche ich mit meinem Teenager?

Im Dialog bleiben

Die Kommunikation kann schwierig werden. Wie können Eltern im Gespräch bleiben?

Ist Ihr Kind in der Sekundarstufe I?

Lehre oder Mittelschule?

Ist Ihr Kind in der Sekundarstufe I?

U.a. Berufsinformationszentren, Berufsbesichtigungen, Schnupperlehren und App helfen, die passende Wahl zu treffen.