Psychische Störungen

Inhalt

Sucht - Wenn das Verlangen stärker ist als der Wille

Bei einer Abhängigkeitserkrankung verspürt ein Jugendlicher ein geradezu übermächtiges Verlangen nach «seinem Stoff». Wenn sein Suchtmittel nicht zur Verfügung steht, versucht der Jugendliche alles, um daran zu kommen.

Wenn Jugendliche Suchtmittel konsumieren, beginnt dies häufig mit für Erwachsene legalen und leicht verfügbaren Substanzen wie Alkohol und Tabak. Ein weiterer Weg führt über Cannabis, Pilze, Tabletten, Lösungsmittel bis hin zu Substanzen, die gespritzt werden.

Es ist für Jugendliche in der Regel nicht so schwierig Zugang zu diesen Substanzen zu erhalten. Bis Eltern merken, dass etwas nicht stimmt, konsumieren ihre Kinder häufig schon eine ganze Weile.

Suchterkrankung erkennen

In der Regel erkennt man eine Suchterkrankung daran, dass der Konsum von Substanzen wichtiger als alles andere wird. In der Schule und in der Ausbildung fehlen Jugendliche oft und haben schulische Probleme. Der häufige Geldmangel wird deutlich. Der Jugendliche braucht den Stoff. Seine Stimmung ist dabei gereizt.

Seine Gedanken kreisen nur darum, ob und wie er den Stoff besorgen kann. Dies alles findet überwiegend in seinem Kopf statt und wird massiv beeinflusst von der Erfahrung, dass der Stoff zunächst einmal helfen wird.

Behandlung

Die Behandlung beginnt mit der Entgiftung und mit der Bekämpfung der Entzugssymptome. Danach wird die Kontrolle über den Konsum des Suchtmittels erlernt. Die Behandlung in einer Klinik ist oft leichter als in einer ambulanten Praxis, da die neuen Verhaltensweisen besser erlernt und kontrolliert werden können.

Notfall

Für Laien ist es schwierig zu erkennen, ob die junge Person als Folge des Substanzkonsums und einer Vergiftung ihren Rausch ausschläft oder sie bereits im Koma liegt. In diesem Fall sollte unbedingt und dringend ein Notarzt konsultiert werden.

Tipps und Therapievermittlung

Für eine Vertiefung empfehlen wir Ihnen «Das ElternBuch» von Sabine Andresen, Micha Brumlik und Claus Koch wie auch die Internetseite von www.suchtschweiz.ch.

In der umfassenden Datenbank von Infodrog finden Sie ambulante, (teil-)stationäre und niederschwellige Angebote in den Bereichen Alkohol, illegale Drogen, Medikamente und substanzungebundene Süchte.

Persönliche Fragen können Sie anonym und kostenlos im Online-Beratungsangebot von SafeZone.ch stellen.

Adressen von Psychologen/-innen finden Sie auf der FSP-Website und von Psychiatern/-innen auf Psychiatrie.ch.

Patronat
Autor/-in
Felix Schrader
Monika Alessi

Aus der Region für Sie

Hilfsangebote in Ihrer Region

Hilfsangebote in Ihrer Region
Krisen gehören zum Leben. Stress, Veränderungen, schmerzhafte Ereignisse und andere Belastungen können dazu führen, dass Menschen in eine Krise geraten. Betroffene von psychischen Krisen sind oft auch Eltern. Auch psychisch belastete Eltern können gute Eltern sein. Auf psy.ch finden Sie die wichtigsten Informationen zu psychischer Gesundheit und zu Hilfsangeboten.

Fokus

Fragen und Antworten

Berufswahl des eigenen Kindes

Fragen und Antworten

Zahlreiche Fragen zur Berufswahl haben wir für Sie beantwortet.

Im Dialog bleiben

Wie spreche ich mit meinem Teenager?

Im Dialog bleiben

Die Kommunikation kann schwierig werden. Wie können Eltern im Gespräch bleiben?

Aus der Region für Sie

Hilfsangebote in Ihrer Region

Hilfsangebote in Ihrer Region
Krisen gehören zum Leben. Stress, Veränderungen, schmerzhafte Ereignisse und andere Belastungen können dazu führen, dass Menschen in eine Krise geraten. Betroffene von psychischen Krisen sind oft auch Eltern. Auch psychisch belastete Eltern können gute Eltern sein. Auf psy.ch finden Sie die wichtigsten Informationen zu psychischer Gesundheit und zu Hilfsangeboten.

Fokus

Tabak

Brief an die Eltern

Tabak

Gehören Sie zu den Eltern, die rauchen? Wir haben für Sie einen Brief mit Informationen und Anregungen geschrieben.

Video

Depression bei Erwachsenen